Methodik

So vergleichen wir: Methodik und Quellen

Welche Quellen wir nutzen, wie wir gewichten und was wir bewusst nicht behaupten.

Woher unsere Daten stammen

Metalldetektor-Guide vergleicht Geräte auf Basis von Unterlagen, nicht auf Basis von Bauchgefühl. Wir nutzen sechs Quellen:

  • Herstellerangaben und Datenblätter: Frequenz, Spule, Gewicht, Wasserdichtigkeit, Garantie. Diese Werte kennzeichnen wir im Text als „laut Hersteller“.
  • Handbücher: Sie zeigen, welche Modi, Einstellungen und Funktionen ein Gerät wirklich bietet.
  • Veröffentlichte Fachberichte: Berichte von Fachmedien und Herstellern, die wir als solche nennen.
  • Ausgewertete Nutzererfahrungen: Wir lesen Rückmeldungen von Käufern und Anwendern aus, um wiederkehrende Stärken und Schwächen zu erkennen. Einzelne Stimmen zitieren wir nicht als Beleg.
  • Amazon-Angebotsdaten: Titel, Lieferumfang und Verfügbarkeit beziehen wir über die offizielle Schnittstelle von Amazon.
  • Gesetze und Behördenseiten: Rechtsaussagen belegen wir mit dem Gesetz samt Paragraf und der Seite der zuständigen Behörde.

Fehlt eine Angabe, schreiben wir „k. A.“ und raten nicht. Lieber eine Lücke als ein erfundener Wert. Das gilt auch für Tiefenangaben: Herstellerwerte beziehen sich meist auf große Referenzobjekte, und wir ordnen sie entsprechend vorsichtig ein.

Kriterien und Gewichtung

Wir prüfen jedes Gerät anhand von neun Kriterien. Wie viel jedes Kriterium zählt, hängt vom Einsatzzweck ab. Ein Strandgerät bewerten wir anders als ein Gerät für den Acker.

  1. Technik und Frequenz: Ob ein Gerät mit fester Frequenz (VLF), Pulsinduktion oder Multifrequenz arbeitet, bestimmt, welche Böden und Ziele es gut meistert. Bei Gold zählt dieses Kriterium am stärksten.
  2. Bodenabgleich: Der Bodenabgleich blendet die Wirkung des Bodens aus. Auf Äckern und mineralisierten Böden gewichten wir ihn hoch.
  3. Diskriminierung: Die Diskriminierung trennt Metallarten. Im Wald und auf müllreichen Flächen ist sie wichtig, weil dort viel Eisen liegt.
  4. Wasserdichtigkeit: Am Strand und im Wasser ist sie Pflicht und entscheidet allein über „geeignet“ oder „ungeeignet“. Wir unterscheiden, ob das ganze Gerät oder nur die Spule wasserdicht ist.
  5. Suchspule: Größe und Bauform der Suchspule beeinflussen Tiefe und Trefferfläche. Große Spulen decken mehr Fläche ab, kleine kommen im Müll besser zurecht.
  6. Gewicht und Ergonomie: Bei Kindern und langen Touren zählt das Gewicht stark, ebenso die Verstellbarkeit des Schafts.
  7. Zubehör: Kopfhörer, Grabungswerkzeug, Tasche und Pinpointer gehören zum Gesamtbudget. Bei Einsteigern gewichten wir den Lieferumfang hoch.
  8. Preisklasse: Wir fragen, ob Leistung und Ausstattung zur Klasse passen. Bei Budget-Seiten ist das Kriterium das wichtigste.
  9. Service und Garantie: Garantiedauer und Herstellerservice fließen ein, soweit der Hersteller sie angibt.

Die Gewichtung ist redaktionell, nicht mathematisch. Wir rechnen keine Punktzahlen aus, weil eine Punktzahl eine Genauigkeit vortäuschen würde, die es bei unterschiedlichen Einsatzzwecken nicht gibt.

Die Einsatzort-Matrix: so entsteht sie

Auf den Vergleichsseiten findest du eine Tabelle mit den Spalten Acker, Wiese, Wald, Strand trocken, Strand nass/Salzwasser, Süßwasser und Garten. Jedes Feld trägt eines von drei Zeichen: ● für gut geeignet, ◐ für eingeschränkt geeignet und ○ für ungeeignet.

Wir leiten die Zeichen aus der Technik ab, nicht aus Eindrücken:

  • Wasserdichtigkeit entscheidet über Süßwasser und Strand nass. Ohne Dichtigkeit steht dort ○, bei wasserdichter Spule nur ◐ oder ●, je nach Angabe.
  • Nasser Salzsand und Salzwasser sind für Geräte mit fester Frequenz schwierig, weil das Salz den Boden leitfähig macht. Solche Geräte erhalten dort höchstens ◐.
  • Ein einstellbarer Bodenabgleich oder eine Mehrfrequenz-Technik hebt die Wertung auf Acker und mineralisiertem Boden.
  • Im Wald zählen Diskriminierung, kleine Spulen und Trennschärfe, weil Eisenschrott und Wurzeln stören.

Die Matrix ist eine redaktionelle Einschätzung aus Herstellerdaten und keine Messung. Mehr zu den Techniken erklärt der Ratgeber VLF, PI und Multifrequenz.

Wie Empfehlungen entstehen

Jede Vergleichsseite beginnt mit dem Einsatz: Was suchst du, wo, und mit welchem Budget? Daraus folgen die Kriterien. Danach prüfen wir die Geräte, die über Amazon erhältlich sind, gegen diese Kriterien. Wir vergeben höchstens drei Rollen:

  • Unsere Empfehlung: das Gerät, das die Kriterien des Einsatzzwecks insgesamt am besten erfüllt.
  • Preis-Leistung: das Gerät, das für sein Geld überdurchschnittlich viel Ausstattung oder Technik bietet.
  • Budget: das günstigste Gerät, das die Grundanforderungen noch erfüllt.

Das ist eine Einordnung nach Einsatzzweck, keine Rangliste. Ein Gerät kann für den Strand die Empfehlung sein und für den Acker gar nicht auftauchen. Weil wir nur Amazon-Angebote vergleichen, sind Geräte, die dort nicht gelistet sind, nicht Teil unserer Vergleiche. Der Fachhandel kann also zusätzliche Optionen haben. Das sagen wir auch in der Kaufberatung.

Ehrlich vorab: keine Auszeichnungen

Wir haben kein Gerät selbst im Gelände geprüft. Unsere Einordnungen beruhen auf Unterlagen und ausgewerteten Rückmeldungen. Deshalb vergeben wir keine Siegel, Sterne oder Noten und küren keine Gewinner. Wer Bewertungen verteilt, ohne selbst gemessen zu haben, führt Leser in die Irre.

Als künftige Ausbaustufe ist ein Praxis-Parcours mit Leihgeräten geplant, auf dem Geräte unter gleichen Bedingungen gegeneinander antreten. Er ist noch nicht umgesetzt. Sobald es ihn gibt, kennzeichnen wir seine Ergebnisse getrennt von den Einordnungen aus Unterlagen.

Provision ohne Einfluss

Wir verdienen an Verkäufen über Amazon-Links. Welche Geräte wir empfehlen, hängt davon nicht ab: Eine Provision bestimmt weder die Platzierung noch die Rolle eines Geräts. Wie wir uns finanzieren und wie wir Anzeigen kennzeichnen, erklärt der Werbehinweis.

Preisklassen statt Preise

Amazon-Preise ändern sich oft, manchmal mehrmals am Tag. Eine feste Zahl auf unserer Seite wäre schnell falsch. Darum nennen wir vier Klassen: € steht für Geräte unter 100 Euro, €€ für 100 bis 300 Euro, €€€ für 300 bis 700 Euro und €€€€ für alles darüber. Den aktuellen Preis siehst du nach dem Klick bei Amazon.

Aktualisierung und Korrekturen

Wir prüfen Vergleichsseiten mit hoher Kaufabsicht quartalsweise auf Verfügbarkeit, Lieferumfang und neue Modelle. Rechtsinhalte kontrollieren wir halbjährlich anhand der Gesetzestexte und der Behördenseiten. Wer die Seiten verantwortet, steht auf der Seite Redaktion. Für technische Daten kannst du in der Detektor-Datenbank nachschlagen.

Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib uns über die Kontaktseite. Wir prüfen den Hinweis anhand der Quelle und korrigieren die Seite, wenn er stimmt.

Häufige Fragen

Woher stammen die technischen Daten auf Metalldetektor-Guide?

Die Daten stammen aus Herstellerangaben, Datenblättern und Handbüchern. Wir kennzeichnen sie als „laut Hersteller“ und nennen die Quelle. Fehlt eine Angabe, steht „k. A.“, denn wir schätzen keine Werte.

Prüft ihr die Metalldetektoren selbst im Gelände?

Nein, bisher nicht. Unsere Einordnungen beruhen auf Unterlagen und ausgewerteten Rückmeldungen. Deshalb vergeben wir keine Auszeichnungen. Ein Praxis-Parcours mit Leihgeräten ist als spätere Ausbaustufe geplant.

Beeinflusst die Amazon-Provision eure Empfehlungen?

Nein. Wir sortieren nach Einsatzzweck, Technik und Budget. Provisionen bestimmen weder Platzierung noch Rolle eines Geräts. Wie wir uns finanzieren, steht im Werbehinweis.

Wie oft werden die Vergleichsseiten aktualisiert?

Vergleichsseiten mit hoher Kaufabsicht prüfen wir quartalsweise, Rechtsinhalte halbjährlich. Du kannst jederzeit über die Kontaktseite einen Fehler melden, den wir dann anhand der Quelle prüfen.