Kurz gesagt
Ein Metalldetektor findet in Deutschland realistisch Schmuckgold wie Ringe, kaum Naturgold. Seifengold liegt hier meist als Flitter vor, im Rhein mit 0,003 bis 0,005 mg. Für Schmuck eignen sich Allround-Geräte wie Nokta Simplex Ultra oder Minelab Equinox 900. Garrett AT Gold und Minelab Manticore bieten Goldfeld-Funktionen.
Unsere Empfehlungen beruhen auf Herstellerangaben, veröffentlichten Fachberichten und ausgewerteten Nutzererfahrungen. Wir haben die Geräte nicht selbst getestet.
Inhalt dieser Seite
- Unsere Empfehlungen auf einen Blick
- Wo funktioniert welches Gerät für Gold?
- Was findest du in Deutschland wirklich: Schmuckgold oder Naturgold?
- Welche Technik braucht ein Metalldetektor für Gold?
- Warum enttäuschen billige „Golddetektoren“?
- Die Modelle im Detail
- Wo stehen Minelab GPZ 7000 und GPX 6000?
- Goldwaschen: die bessere Alternative für Naturgold?
- Worauf kommt es beim Kauf für die Goldsuche an?
- Wie suchst du Schmuckgold praktisch?
- Welche Fehler machen Goldsucher, und was brauchst du nicht?
- Fazit: Welcher Metalldetektor passt zur Goldsuche?
Unsere Empfehlungen auf einen Blick
In Deutschland suchst du mit dem Metalldetektor realistisch nach Schmuckgold, nicht nach Naturgold. Für Ringe und Ketten eignen sich Allround-Geräte wie der Minelab Equinox 900 mit Goldmodus oder der Nokta Simplex Ultra. Wer kleine Ziele in mineralischem Boden sucht, findet im Garrett AT Gold und im Minelab Manticore Geräte mit Goldfeld-Funktionen. Die Tabelle zeigt vier Modelle nach Herstellerangaben.
| Modell | Frequenz / Technik | Suchspule | Wasserdicht | Gewicht | Ideal für | Klasse | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Minelab Equinox 900 | Multi-IQ, 6 Einzelfrequenzen von 4 bis 40 kHz | 28 cm und 15 cm, DD | bis 5 m | ca. 1,3 kg | Schmuck und Goldmodus, Allround | €€€€ | Details ansehen |
| Nokta Simplex Ultra | 15 kHz | 28 cm, DD | bis 5 m | 1,2 kg | Ringe in Park und am Strand | €€€ | Details ansehen |
| Garrett AT Gold | 18 kHz | 14 × 20 cm, DD | bis 3 m (Süßwasser) | ca. 1,3 kg | Kleine Ziele, Süßwasser, Bachläufe | €€€€ | Details ansehen |
| Minelab Manticore | Multi-IQ+, 5 Einzelfrequenzen von 5 bis 40 kHz | 28 cm (M11), DD | bis 5 m | ca. 1,3 kg | Fortgeschrittene, Goldfeld-Modus | €€€€ | Details ansehen |
Die Klassen: €€€ steht für 300 bis 700 Euro, €€€€ für mehr als 700 Euro. Keine dieser Zeilen verspricht Funde. Ein Detektor zeigt Metall an, kein Gold.
Wo funktioniert welches Gerät für Gold?
Der Einsatzort bestimmt, ob ein Goldmodus oder eine hohe Frequenz hilft. Die Matrix ordnet die vier Geräte nach Herstellerangaben ein.
| Modell | Acker | Wiese | Wald | Strand trocken | Strand nass/Salzwasser | Süßwasser | Garten |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Minelab Equinox 900 | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● |
| Nokta Simplex Ultra | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● |
| Garrett AT Gold | ● | ● | ● | ● | ○ | ● | ● |
| Minelab Manticore | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● |
Begründung: Der Garrett AT Gold ist laut Garrett für Süßwasser bis 3 m gebaut, Salzwasser empfiehlt Garrett nicht, deshalb ○ am nassen Salzstrand. Equinox 900, Simplex Ultra und Manticore sind laut Hersteller IP68 bis 5 m und besitzen Beach-Modi. Die Matrix sagt nichts über Golderträge, sie zeigt nur die technische Eignung am Einsatzort. Die Einordnung ist eine redaktionelle Auswertung, keine Messung.
Was findest du in Deutschland wirklich: Schmuckgold oder Naturgold?
Du findest mit dem Metalldetektor in Deutschland vor allem Schmuckgold. Verlorene Ringe, Ketten und Armbänder liegen in Parks, an Badestellen und auf Spielplätzen. Naturgold gibt es hierzulande nur als Spuren in Flusssedimenten, sogenanntes Seifengold.
Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) beschreibt das Seifengold in deutschen Flüssen als feine Flitter. Im Rhein liegt es laut DERA fast ausschließlich als Flitter bis 0,3 mm Durchmesser vor, mit 0,003 bis 0,005 mg Gewicht. Als goldführende Flüsse nennt die DERA unter anderem den Rhein, die Göltzsch in Sachsen und die Schwarza in Thüringen. An der Schwarza liegt das Gold meist als Mikronugget im Geröllbett. Die Saale führt laut DERA „grobe“ Flitter von oft 1 bis 2 mm. Keine der von uns ausgewerteten Herstellerseiten nennt eine Erfassungsgrenze für Ziele in dieser Größe.
Daraus ergibt sich: Für Flitter ist die Goldwaschpfanne das passende Werkzeug, nicht der Detektor. Alles dazu steht in Goldwaschen: Ausrüstung und Zubehör. Schmuckgold dagegen ist ein sinnvolles Ziel für einen Detektor. Wie du einen verlorenen Ring gezielt suchst, erklärt der Ratgeber Ring verloren: So findest du ihn wieder.
Warnung: Kein Gerät garantiert Goldfunde. Seifengold in Deutschland ist selten und winzig, Schmuckgold hängt vom Zufall ab. Rechne mit Funden, die kein Gold sind.
Welche Technik braucht ein Metalldetektor für Gold?
Gold ist ein nichtmagnetisches Metall mit hoher Leitfähigkeit. Detektoren reagieren auf diese Leitfähigkeit. Drei Technikmerkmale entscheiden, wie gut ein Gerät kleine Goldobjekte erfasst: die Frequenz, die Art der Signalerzeugung und der Umgang mit mineralischem Boden.
- Hohe Frequenz: Garrett beschreibt die 18 kHz des AT Gold als geeignet für kleine Goldnuggets. Höhere Frequenzen reagieren stärker auf kleine Ziele, verlieren aber in mineralischem Boden an Ruhe.
- Multi-IQ: Minelab sendet mehrere Frequenzen gleichzeitig. Der Equinox 900 bietet zusätzlich sechs Einzelfrequenzen (4, 5, 10, 15, 20 und 40 kHz). Der Manticore bietet fünf.
- Pulsinduktion (PI): Spezialgeräte für Goldfelder arbeiten oft mit Pulsinduktion statt mit klassischer VLF-Technik. Die Unterschiede erklärt VLF, PI und Multifrequenz erklärt.
- Bodenabgleich: Mineralischer Boden erzeugt Störsignale. Ein einstellbarer Bodenabgleich unterdrückt sie. Der Begriff Mineralisierung beschreibt die Ursache.
Wissen: Die Frequenz allein sagt wenig. Ein Gerät mit hoher Frequenz ohne guten Bodenabgleich pfeift auf mineralischem Boden dauernd und verdeckt kleine Signale. Ein Goldmodus ist deshalb vor allem eine Abstimmung auf mineralischen Boden.
Warum enttäuschen billige „Golddetektoren“?
Der Begriff „Golddetektor“ ist keine technische Kategorie. Er beschreibt in Angeboten meist einen normalen Metalldetektor mit Goldwerbung im Titel. Beispiel: Der Amazon-Titel des Nokta FindX Pro wirbt mit „Metalldetektoren für Gold“. Nokta selbst nennt auf der Produktseite Modi für Feld, Park, Strand und Schmuck, jedoch keinen Goldfeld-Modus.
Prüfe bei jedem Angebot drei Dinge: die Frequenz in kHz, den Bodenabgleich und die Ziel- und Boden-Bedingungen hinter einer Tiefenangabe. Fehlen sie, ist „Gold“ ein Werbewort. Echte Goldfeld-Funktionen erkennst du an konkreten Angaben, etwa am Goldfield-Modus des Manticore oder am Goldmodus des Equinox 900, den Minelab für mineralischen Boden beschreibt. Mehr zu günstigen Geräten und deren Grenzen steht in Günstige Metalldetektoren.
Die Modelle im Detail
Jede Box nennt die Daten des Herstellers und die Schwäche, die in der Werbung fehlt.
Minelab Equinox 900: Goldmodus und Multi-IQ
Minelab Equinox 900
Ideal für Allround mit Goldmodus für Schmuck, Strand und mineralischen Boden
- Multi-IQ plus sechs Einzelfrequenzen von 4 bis 40 kHz
- Vier Suchmodi, darunter Gold, mit je zwei eigenen Profilen
- IP68, bis 5 m wasserdicht laut Minelab
- Zwei Spulen im Lieferumfang: 11 Zoll und 6 Zoll, ca. 1,3 kg
Ehrlich: Gold-Modus erhöht die Empfindlichkeit im mineralischen Boden, er sucht kein Gold gezielt|Klasse €€€€, teuer für Gelegenheitssucher
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Der Equinox 900 bietet vier Suchmodi: Park, Field, Beach und Gold. Im Gold-Modus erhöht er laut Minelab die Empfindlichkeit in mineralischem Boden. Der Bodenabgleich lässt sich automatisch nachführen (Tracking) oder von Hand feinjustieren. Dazu kommt eine drahtlose Audioverbindung mit niedriger Verzögerung für Kopfhörer. Die beiden Spulen decken große Flächen (11 Zoll, 28 cm) und kleine, schwierige Stellen (6 Zoll, 15 cm) ab.
Für wen: Fortgeschrittene und Einsteiger mit Budget, die ein Gerät für Schmuck, Strand und gemischten Boden wollen. Für wen nicht: Wer nur selten sucht, zahlt für Funktionen, die er nicht nutzt.
Nokta Simplex Ultra: Ringe und Schmuck im Park
Nokta Simplex Ultra
Ideal für Verlorene Ringe in Parks, auf Wiesen und am Strand
- 15 kHz, 28-cm-DD-Spule laut Nokta
- IP68, bis 5 m untertauchbar
- Sechs Modi: Field, Park, 4 Tone, 99 Tone, Beach, All Metal
- Automatischer oder manueller Bodenabgleich
Ehrlich: Kein Goldfeld-Modus und kein Schmuckmodus laut Nokta|Gold bleibt ein Zufallsfund
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Der Simplex Ultra wiegt 1,2 kg und besitzt einen Karbonfaser-Schaft von 63 bis 132 cm. Der 2300-mAh-Akku lädt per USB. Im 99-Tone-Modus ordnet das Gerät Ziele fein ein, im Beach-Modus arbeitet es am Strand. Das Gerät passt zu dir, wenn du Ringe und Schmuck in Parks, Wiesen und Strandbereichen suchst und keine Spezialtechnik brauchst. Es passt nicht, wenn du gezielt Goldfelder absuchen willst. Die ausführliche Vorstellung liefert Nokta Simplex Ultra.
Garrett AT Gold: 18 kHz für kleine Ziele
Garrett AT Gold
Ideal für Kleine Ziele in Süßwasser und Bachläufen, mineralischer Boden
- 18 kHz laut Garrett, geeignet für kleine Goldnuggets
- Ground-Balance-Fenster und Fast-Track-Abgleich
- Spule 5 × 8 Zoll DD, bis 3 m im Süßwasser
- Läuft mit 4 AA-Batterien
Ehrlich: Salzwasser empfiehlt Garrett nicht|Kein Z-Lynk-Funk, kleine Spule deckt wenig Fläche ab
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Der AT Gold bietet laut Garrett die Modi True All Metal, Discrim 1 und Discrim 2 sowie elektronisches Pinpointing. Der Bodenabgleich funktioniert manuell, automatisch (Fast Track) oder über ein Fenster für stark mineralischen Boden. Die Digital-ID reicht von 0 bis 99, die Empfindlichkeit hat 8 Stufen. Garrett nennt Prospektion sowie Münz- und Schmucksuche als Einsatz. Die Garantie beträgt laut Garrett Australia 3 Jahre.
Für wen: Fortgeschrittene, die kleine Ziele im Süßwasser und in mineralischem Boden suchen. Für wen nicht: Wer am Salzstrand sucht. Dort fehlt die Freigabe des Herstellers.
Minelab Manticore: Goldfield-Modus für Fortgeschrittene
Minelab Manticore
Ideal für Fortgeschrittene mit Interesse an Goldfeld-Einstellungen
- Multi-IQ+ mit Einzelfrequenzen von 5 bis 40 kHz
- Zehn eigene Modi, darunter ein Goldfield-Modus
- Spule M11 (28 cm, DD) im Lieferumfang
- IP68, bis 5 m laut Minelab
Ehrlich: Ein Goldfield-Modus ersetzt keinen Pulsinduktionsdetektor|Klasse €€€€ und viele Einstellungen erfordern Einarbeitung
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Der Manticore wiegt 1,3 kg und bietet laut Minelab zehn Modi: fünf für alle Geländearten, vier für den Strand und einen Goldfield-Modus. Die Erholungsgeschwindigkeit (Recovery Speed) reicht von 0 bis 8. Minelab wirbt mit bis zu 50 Prozent mehr Leistung als bei der Equinox-Serie. Das ist eine Herstellerangabe ohne Messreihe. Im Lieferumfang liegt die Spule M11 mit 28 cm Durchmesser, der Akku hat laut Minelab 6800 mAh. Das Gerät lohnt sich, wenn du Einstellungen verstehen und anpassen willst. Es lohnt sich nicht für den ersten Detektor. Mehr zum Modell steht in Minelab Manticore.
Wo stehen Minelab GPZ 7000 und GPX 6000?
Die Minelab GPZ 7000 und GPX 6000 sind Spezialgeräte für Goldfelder und gehören nicht zu den Modellen in diesem Vergleich. Minelab beschreibt die GPZ 7000 als Gerät für ernsthafte Goldsucher mit der Technik ZVT (Zero Voltage Transmission). Laut Minelab bietet sie bis zu 40 Prozent mehr Tiefe als frühere GPX-Modelle.
Die GPX 6000 arbeitet mit GeoSense-PI, einer Pulsinduktionstechnik. Minelab nennt als Zielspanne „sub-gram gold to large, deep nuggets“. Die 11-Zoll-Spule ist bis 1 m wasserdicht, das Gerät wiegt 2,1 kg, drei Spulen gehören zum Lieferumfang. Für Deutschland ordnen wir beide Modelle als überdimensioniert ein: Das hiesige Seifengold liegt laut DERA als winziger Flitter vor, und kein Hersteller belegt, dass ein Goldfeld-Spezialgerät daran etwas ändert. Interessierte finden weitere Gerätegruppen in Metalldetektoren für Profis.
Goldwaschen: die bessere Alternative für Naturgold?
Ja, für Flittergold ist die Waschpfanne das passende Werkzeug. Sie trennt schwere Goldteile durch Schütteln und Wasser vom Sand. Ein Detektor entfällt dabei. Die Grundausrüstung und passende Pfannen zeigt die Seite Goldwaschen: Ausrüstung und Zubehör.
Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (LGRB) schreibt in seinen FAQ: Das Schürfen und Waschen von Gold mit manuellen Werkzeugen, ohne Maschinen wie Pumpe oder Generator, ist nach geltendem Bergbaurecht nicht genehmigungspflichtig, solange es nicht vorrangig gewerblichen Zwecken dient. Das LGRB nennt Einschränkungen: Du brauchst in der Regel das Einverständnis des Grundeigentümers. Wasser- und Naturschutz prüft das Landratsamt. Außerdem können Interessen von Fischereiberechtigten berührt sein.
Recht: Gold zählt nach § 3 Abs. 3 BBergG zu den bergfreien Bodenschätzen. Wer solche Bodenschätze aufsuchen will, braucht nach § 6 BBergG grundsätzlich eine Erlaubnis. Die Aussage des LGRB gilt für Baden-Württemberg. In anderen Bundesländern kann die Praxis abweichen. Frage vor dem ersten Mal bei der zuständigen Bergbehörde und der unteren Naturschutzbehörde nach. Weitere Grundlagen: Rechtslage beim Sondeln. Das ist keine Rechtsberatung.
Worauf kommt es beim Kauf für die Goldsuche an?
- Suchspule: Kleine Spulen (14 × 20 cm beim AT Gold, 6 Zoll beim Equinox) reagieren auf kleine Ziele und arbeiten besser zwischen Steinen. Große Spulen decken mehr Fläche ab.
- Bodenabgleich: Ein einstellbarer, nachführender Abgleich ist für Äcker und Bäche entscheidend.
- Wasserschutz: Süßwasser genügt für Bachläufe. Am Salzstrand brauchst du eine Herstellerfreigabe.
- Zielton und Anzeige: Ein Display mit Ziel-ID und viele Tonstufen helfen, Schmuck von Abfall zu unterscheiden.
- Pinpointer: Kleine Ringe verschwinden im Aushub. Ein Pinpointer beschleunigt das Auffinden.
- Budget: Goldtaugliche Technik liegt in den Klassen €€€ und €€€€. Darunter fehlen belegte Goldfeld-Funktionen.
Wer am Strand oder im Wasser sucht, findet weitere Geräte in der Bestenliste Metalldetektoren für Unterwasser und Strand.
Wie suchst du Schmuckgold praktisch?
Schmuck geht dort verloren, wo Menschen sich bewegen: auf Wiesen, an Badestellen und im eigenen Garten. Ein klares Vorgehen spart Zeit und schont den Boden.
- Erlaubnis einholen: Suche nur mit dem Einverständnis des Grundeigentümers. Die Regeln für öffentliche Flächen findest du in der Rechtslage beim Sondeln.
- Bereich eingrenzen: Frage nach, wo der Ring verloren ging. Eine Fläche von wenigen Quadratmetern ist schneller abgesucht als eine ganze Wiese.
- Modus wählen: Nutze Park auf Wiesen und Beach auf Sand. Auf mineralischem Boden hilft beim Equinox 900 der Gold-Modus.
- Langsam schwingen: Führe die Spule dicht über dem Boden und überlappe jede Bahn zur Hälfte. Kleine Ziele melden sich nur kurz.
- Ziel eingrenzen: Orte das Signal mit dem Pinpointer-Modus und grabe ein kleines Loch.
- Fund behandeln: Gehört der Ring erkennbar jemandem, zeige ihn an. Verschließe das Loch und nimm allen Müll mit.
Welche Fehler machen Goldsucher, und was brauchst du nicht?
- Gold erwarten: Ein Detektor zeigt Metall an. Funde von Gold sind selten, andere Metalle sind die Regel.
- Goldwerbung glauben: „Gold“ im Titel ersetzt keine Frequenzangabe und keinen Bodenabgleich.
- Zu große Spule wählen: Mit einer großen Spule gehen kleine Ziele unter.
- Fund nicht melden: Bei verlorenem Schmuck gilt nach § 965 BGB die Anzeigepflicht, außer die Sache ist nicht mehr als zehn Euro wert. Archäologische Funde unterliegen dem Landesrecht, siehe Fundmeldung und Schatzregal.
Du brauchst für den Anfang keinen Pulsinduktionsdetektor für Goldfelder und keine Spezialsoftware. Ein Allround-Gerät mit gutem Bodenabgleich genügt für Schmuck.
Munition oder Kampfmittel gefunden? Nicht anfassen, nicht bewegen, nicht weiter graben. Stelle markieren, Abstand halten und sofort die Polizei unter 110 verständigen – sie informiert den zuständigen Kampfmittelräumdienst.

Anzeige Unser Top-Pick
Minelab Equinox 900
Allrounder mit Goldmodus, Multi-IQ und 5 m Wasserschutz für Schmuck am Strand und mineralischen Boden.
*Provisionslink: Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision. Der Preis bleibt für dich gleich. Mehr dazu
Fazit: Welcher Metalldetektor passt zur Goldsuche?
Für Schmuckgold in Deutschland genügt ein Allround-Gerät. Der Minelab Equinox 900 ist die Empfehlung mit Goldmodus, der Nokta Simplex Ultra der Preis-Leistungs-Tipp für Ringe in Park und Strand, der Garrett AT Gold die Wahl für kleine Ziele im Süßwasser. Der Minelab Manticore richtet sich an Fortgeschrittene mit Goldfield-Modus. Für Naturgold in Flusssand bleibt die Goldwaschpfanne das passende Werkzeug. Die GPZ 7000 und GPX 6000 sind Spezialgeräte außerhalb dieses Vergleichs.
Entscheide in drei Schritten: Suchst du Ringe, nimm den Simplex Ultra oder Equinox 900. Suchst du im Bach, nimm den AT Gold. Suchst du Flittergold, nimm die Pfanne.
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Häufige Fragen
Kann ein Metalldetektor Gold finden?
Ja, ein Metalldetektor reagiert auf Gold, weil es ein leitfähiges, nichtmagnetisches Metall ist. In Deutschland sind Funde meist Schmuckgold wie Ringe, selten Naturgold. Kein Gerät garantiert Funde. Entscheidend sind Frequenz, Spulengröße und Bodenabgleich.
Kann ich in Deutschland Gold mit dem Metalldetektor suchen?
Technisch ja, doch Naturgold liegt hier meist als Flitter vor. Im Rhein wiegt er laut DERA 0,003 bis 0,005 mg. Realistisch ist die Suche nach Schmuckgold. Gold ist nach § 3 Abs. 3 BBergG ein bergfreier Bodenschatz, weshalb du die Regeln der Bergbehörde deines Bundeslandes klärst. Das ist keine Rechtsberatung.
Wie tief findet ein Metalldetektor Gold?
Eine feste Meterangabe gibt es nicht. Die Tiefe hängt von Zielgröße, Bodenart, Spule und Frequenz ab. Ein Ring wird flacher erfasst als ein großes Metallobjekt. Garrett gibt beim AT Gold eine Tiefenanzeige für münzgroße Objekte an, keine Meterwerte für Gold.
Taugt ein günstiger Golddetektor etwas?
Meist nicht für gezielte Goldsuche. „Golddetektor“ ist keine technische Kategorie, sondern ein Werbebegriff. Seriöse Geräte nennen Frequenz, Bodenabgleich und einen Goldmodus mit konkreten Funktionen. Günstige Geräte reichen für Garten und Strand, nicht für Goldfeld-Einstellungen.
Ist der Minelab GPZ 7000 oder GPX 6000 für Deutschland sinnvoll?
Kaum. Beide sind Goldfeld-Spezialgeräte: die GPZ 7000 mit ZVT-Technik, die GPX 6000 mit GeoSense-PI. Sie sind für goldführende, stark mineralische Böden gebaut. In Deutschland genügt für Schmuck ein Allround-Gerät, für Naturgold die Waschpfanne.
Darf ich in Deutschland Gold waschen?
Das LGRB Baden-Württemberg nennt manuelles Goldwaschen ohne Maschinen nicht genehmigungspflichtig, solange es nicht vorrangig gewerblich ist. Du brauchst in der Regel das Einverständnis des Grundeigentümers, dazu zählen Wasser- und Naturschutz. In anderen Ländern kann es abweichen. Das ist keine Rechtsberatung.
Quellen
- Garrett Australia: AT Gold (Herstellerseite) (Abrufdatum 20.10.2026)
- Garrett: AT Gold (Herstellerseite) (Abrufdatum 20.10.2026)
- Minelab: EQUINOX 900 (Abrufdatum 20.10.2026)
- Minelab: Manticore (Abrufdatum 20.10.2026)
- Minelab (USA): Manticore Tech Specs (Abrufdatum 20.10.2026)
- Minelab (USA): EQUINOX 900 Tech Specs (Abrufdatum 20.10.2026)
- Nokta: Simplex ULTRA (Herstellerseite) (Abrufdatum 20.10.2026)
- Nokta: FINDX Pro (Herstellerseite) (Abrufdatum 20.10.2026)
- Minelab: GPX 6000 (Abrufdatum 20.10.2026)
- Minelab: GPZ 7000 (Abrufdatum 20.10.2026)
- Deutsche Rohstoffagentur (DERA): Goldgewinnung in Deutschland – Historie und Potenzial (Commodity TopNews 30, veröffentlicht 2009) (Abrufdatum 20.10.2026)
- Bundesberggesetz (BBergG) § 3 Bergfreie Bodenschätze (Abrufdatum 20.10.2026)
- Bundesberggesetz (BBergG) § 6 Grundsatz (Abrufdatum 20.10.2026)
- Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 965 Anzeigepflicht des Finders (Abrufdatum 20.10.2026)
- LGRB Baden-Württemberg: FAQ (Goldsuche mittels Goldwaschen) (Abrufdatum 20.10.2026)



