Kurz gesagt
Für Strand und Unterwasser brauchst du ein Gerät mit IP68-Gehäuse. Im nassen Salzsand arbeiten Multifrequenz-Geräte und Pulsinduktion (PI) stabiler als Einzelfrequenz. Der Minelab Equinox 900 ist laut Hersteller bis 5 m wasserdicht und deckt Strand, See und Land ab. Zum Tauchen bis 60 m ist ein PI-Gerät wie der Nokta PulseDive gebaut.
Unsere Empfehlungen beruhen auf Herstellerangaben, veröffentlichten Fachberichten und ausgewerteten Nutzererfahrungen. Wir haben die Geräte nicht selbst getestet.
Inhalt dieser Seite
Unsere Empfehlungen auf einen Blick
Strand und Wasser stellen zwei verschiedene Anforderungen. Am Strand zählt ein Gerät, das nassen Salzsand verträgt. Im Wasser zählt ein Gehäuse, das Druck und Tauchtiefe aushält. Die fünf Modelle unten decken beides ab. Vier sind klassische Detektoren mit Suchspule. Der PulseDive ist ein Taucher-Pinpointer mit Pulsinduktion (PI), einer Technik, die kurze Stromimpulse statt eines Dauersignals sendet.
| Modell | Technik | Frequenz | Suchspule | Wasserdicht | Gewicht | Ideal für | Klasse | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Minelab Equinox 900 | Multifrequenz (Multi-IQ) | Multi plus 6 Einzelfrequenzen (4–40 kHz) | 11″ und 6″ DD | bis 5 m (IP68) | 1,2 kg | Strand, See, Acker | €€€€ | Details ansehen |
| Minelab X-Terra Pro | Einzelfrequenz, umschaltbar | 5, 8, 10 oder 15 kHz | je nach Set | bis 5 m (IP68) | 1,3 kg | Strand, Süßwasser, Park | €€€ | Details ansehen |
| XP Deus II RC | Multifrequenz (FMF) | Multi oder 49 Einzelfrequenzen (4–45 kHz) | 28 cm FMF | Spule bis 20 m (IP68) | ab 0,75 kg | Salzwasser, Tauchgänge | €€€€ | Details ansehen |
| Minelab Manticore | Multifrequenz (Multi-IQ+) | Multi | 11″ DD | bis 5 m (IP68) | 1,3 kg | Strand, schwierige Böden | €€€€ | Details ansehen |
| Nokta Makro PulseDive | Pulsinduktion | 3 kHz | Pointer-Spule, Scuba-Spule optional | bis 60 m (IP68) | 286 g | Tauchen | €€ | Details ansehen |
Alle technischen Angaben stammen von den Herstellerseiten (Quellen am Ende der Seite). Die Klasse zeigt die Preisklasse, nicht den aktuellen Preis.
Einsatzort-Matrix: Wo welches Gerät arbeitet
Die Matrix zeigt, wo ein Gerät technisch passt. Sie sagt nichts darüber, ob du dort suchen darfst. Das regelt das Landesrecht (siehe Kasten zur Rechtslage weiter unten).
| Modell | Acker | Wiese | Wald | Strand trocken | Strand nass/Salzwasser | Süßwasser | Garten |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Equinox 900 | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● |
| X-Terra Pro | ● | ● | ● | ● | ◐ | ● | ● |
| Deus II | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● |
| Manticore | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● |
| PulseDive | ○ | ○ | ○ | ◐ | ● | ● | ○ |
Technische Begründung: Nasser Salzsand und Salzwasser leiten Strom und erzeugen ein starkes Bodensignal. Multifrequenz-Geräte (Equinox 900, Deus II, Manticore) und Pulsinduktion (PulseDive) kommen damit besser zurecht als die Einzelfrequenz des X-Terra Pro. Der PulseDive ist ein Pinpointer-Format. Er meldet laut Datenblatt Metall per Ton, Vibration oder LED und besitzt keine Zielanzeige, deshalb taugt er nicht zum Abgehen von Äckern und Wiesen. ● gut, ◐ eingeschränkt, ○ ungeeignet.
Die Modelle im Detail
Minelab Equinox 900: Allrounder für Strand und Wasser
Minelab Equinox 900
Ideal für Strand, Salzwasser und Süßwasser mit einem Gerät
- IP68 bis 5 m laut Hersteller
- Multifrequenz mit 6 zusätzlichen Einzelfrequenzen
- Strandmodus mit zwei Profilen
- Zwei Spulen im Lieferumfang (11″ und 6″ DD)
Ehrlich: Hohe Preisklasse, viele Einstellungen verlangen Einarbeitung
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Der Equinox 900 ist unsere Empfehlung für alle, die am Strand und im Wasser suchen. Minelab beschreibt Multi-IQ als gleichzeitiges Senden mehrerer Frequenzen. Dazu kommen sechs Einzelfrequenzen (4, 5, 10, 15, 20 und 40 kHz). Vier Suchmodi (Park, Field, Beach, Gold) haben je zwei Profile. Das Gehäuse ist laut Hersteller bis 5 m wasserdicht. Die Kopfhörerbuchse hat eine wasserdichte Kappe.
Für wen: für alle, die Strand, See und Land mit einem Gerät abdecken wollen. Für wen nicht: für reine Garten-Sucher. Dort ist das Gerät überdimensioniert.
Minelab X-Terra Pro: der günstigere Einstieg ins Wasser
Minelab X-Terra Pro
Ideal für Einsteiger bis Fortgeschrittene am Strand und im Süßwasser
- IP68 bis 5 m laut Hersteller
- Vier umschaltbare Einzelfrequenzen (5, 8, 10, 15 kHz)
- Strandmodus mit zwei Profilen
- 3 Jahre Garantie auf Spule und Steuerbox
Ehrlich: Einzelfrequenz, in nassem Salzsand und Salzwasser eingeschränkt
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Der X-Terra Pro ist unser Preis-Leistungs-Tipp. Mit PRO-SWITCH wählst du von Hand zwischen 5, 8, 10 und 15 kHz. Minelab nennt als Einsatzgebiet „Küstenlinien bis flache Bäche“. Die Elektronik mit Auto-Rauschunterdrückung und einstellbarem Bodenabgleich arbeitet auf trockenem Sand und im Süßwasser sauber.
Für wen: für Einsteiger, die am Strand und am See suchen. Für wen nicht: für alle, die regelmäßig im nassen Salzsand oder in der Brandung suchen. Dort stößt eine Einzelfrequenz an Grenzen.
XP Deus II RC: leicht und bis 20 m
XP Deus II RC (28 cm FMF)
Ideal für Salzwasser und Tauchgänge mit leichtem Gerät
- Multifrequenz (FMF) oder 49 Einzelfrequenzen von 4 bis 45 kHz
- Spule IP68 bis 20 m laut Hersteller
- Ab 0,75 kg leicht
- 5 Jahre Garantie
Ehrlich: Beim Untertauchen ist die mitgelieferte Antenne nötig, Kopfhörer je nach Variante extra
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Der Deus II funkt zwischen Spule, Fernbedienung und Kopfhörern. Die Spule ist laut XP bis 20 m wasserdicht. XP schreibt vor, beim Untertauchen die mitgelieferte Antenne zu nutzen. Für Tauchgänge bietet XP Knochenschall-Kopfhörer (BH-01) an, die laut Hersteller bis 20 m dicht sind. Die Funk-Kopfhörer WS6 nennt XP regenfest, nicht tauchfähig.
Für wen: für Sucher, die ein leichtes Gerät mit sehr vielen Frequenzoptionen wollen. Für wen nicht: für alle, die ein Komplettpaket ohne Zubehör-Entscheidungen suchen. Je nach Variante (RC, FULL, WS6 Master) sind Kopfhörer enthalten oder nicht. Prüfe den Lieferumfang im Angebot.
Minelab Manticore: Multi-IQ+ für schwierige Böden
Minelab Manticore
Ideal für Strand und Böden mit vielen Störsignalen
- Multi-IQ+, laut Minelab bis zu 50 % mehr Leistung als die Equinox-Serie
- 2D-ID-Karte zeigt Eisen- und Leitwert
- 10 Suchmodi, davon 4 für den Strand
- IP68 bis 5 m
Ehrlich: Hohe Preisklasse, tiefe Menüs
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Der Manticore ist laut Minelab das schnellste und leistungsstärkste Gerät, das der Hersteller gebaut hat. Die 2D-ID-Karte zeigt Eisen- und Leitwert eines Ziels in einem Raster. Du erkennst Müll früher und wählst Töne gezielter. Zehn Suchmodi (fünf All-Terrain, vier Beach, ein Goldfeld) lassen sich anpassen. Das Gerät wiegt laut Minelab 1,3 kg und ist bis 5 m wasserdicht.
Für wen: für Fortgeschrittene mit Interesse an Feinabstimmung. Für wen nicht: für Einsteiger. Der Equinox 900 oder der X-Terra Pro reichen für den Start.
Nokta Makro PulseDive: Tauchen bis 60 m
Nokta Makro PulseDive
Ideal für Tauchen und Suchen im Wasser bis 60 m
- Pulsinduktion, laut Nokta stabil in Salzwasser
- IP68 bis 60 m laut Hersteller
- Meldung per Ton, Vibration und LED
- Scuba-Spule als Zubehör wandelt den Pinpointer zum Tauchdetektor
Ehrlich: Kein Gerät zum Abgehen von Flächen, keine Zielanzeige, Hersteller führt das Modell als „Discontinued“
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Der PulseDive ist ein Pinpointer mit Pulsinduktion. Mit der optionalen Scuba-Spule wird er zum Tauchdetektor. Laut Nokta ist er bis 60 m wasserdicht und wiegt 286 g inklusive Hartschalen-Case. Die Reihe steht auf der Nokta-Seite unter „Discontinued“. Prüfe deshalb die Verfügbarkeit und den Lieferumfang im Angebot, vor allem, ob die Scuba-Spule dabei ist.
Für wen: für Taucher, die Verlorenes im Wasser orten. Für wen nicht: für Strandgänger, die Flächen absuchen. Dafür nimmst du einen der vier Detektoren oben.
Kaufkriterien für Strand und Wasser
IP-Klassen und Tauchtiefen erklärt
Der IP-Code besteht aus zwei Ziffern. Die erste beschreibt den Staubschutz, die zweite den Wasserschutz. IP67 schützt vor zeitweiligem Untertauchen bis 30 Minuten und einem Meter Tiefe. IP68 schützt vor dauerhaftem Untertauchen, die Tiefe nennt der Hersteller. Entscheidend ist darum die Herstellerangabe: Minelab nennt für Equinox 900, Manticore und X-Terra Pro 5 m, Nokta für den PulseDive 60 m, XP für die Deus-II-Spule 20 m. Garrett gibt für den AT Max 3 m an.
Wissen: „Wasserdichte Suchspule“ ist nicht „wasserdichtes Gerät“. Bei vielen günstigen Modellen taucht nur die Spule ein, die Steuerbox am Schaft bleibt trocken. Vollständig wasserdicht ist ein Gerät erst, wenn Steuerbox, Spule und Kabelanschluss die IP-Angabe tragen. Lies im Angebot genau, was wasserdicht ist.
Die IP-Angabe gilt für das Gerät, nicht automatisch für das Zubehör. Funkkopfhörer sind unter Wasser keine Lösung. Hersteller bieten dafür wasserdichte Kabelkopfhörer (Minelab) oder Knochenschall-Kopfhörer (XP) an.
Warum Salzwasser Multifrequenz oder Pulsinduktion verlangt
Salzwasser leitet Strom. Ein VLF-Detektor (Very Low Frequency) sendet ein Dauersignal und liest die Antwort des Bodens. Nasser Salzsand antwortet selbst stark. Das Gerät hört dann Boden statt Ziel, und es entstehen Dauerpiepen, unruhige Schwelle und Fehlsignale. Zwei Techniken lösen das Problem:
| Technik | Beispiele | Nasser Salzsand und Salzwasser | Zielanzeige |
|---|---|---|---|
| Einzelfrequenz (VLF) | X-Terra Pro, Garrett AT Max | eingeschränkt, Empfindlichkeit senken | ja |
| Multifrequenz | Equinox 900, Manticore, Deus II | gut | ja |
| Pulsinduktion (PI) | PulseDive | laut Nokta sehr stabil | nein, nur Ton, Vibration, LED |
Wie die Techniken sich unterscheiden, erklärt der Ratgeber VLF, PI und Multifrequenz im Vergleich. Die Beach-Modi der Minelab-Geräte sind Voreinstellungen für Strandböden. Nokta führt beim Modell The Legend ebenfalls einen Beach-Modus.
Spule, Gewicht und Stromversorgung
Eine große Spule deckt mehr Fläche ab und reicht tiefer. Eine kleine Spule trennt Ziele in Müll besser und ist im Wasser leichter zu führen. Der Equinox 900 liefert beide Größen mit (11″ und 6″). Am Strand läufst du lange, deshalb zählt Gewicht: Die Detektoren oben wiegen laut Hersteller 1,2 bis 1,3 kg, der Deus II ab 0,75 kg. Frag bei Akkugeräten nach der Laufzeit. Der X-Terra Pro hat einen eingebauten 5100-mAh-Akku. Der Deus II gibt für Spule bis zu 20 Stunden an.
Rückmeldung unter Wasser: Vibration statt Ton
Unter Wasser hörst du das Signal nur mit wasserdichten Kopfhörern. Eine Handgriff-Vibration löst das Problem. Minelab nennt sie für Equinox 900, Manticore und X-Terra Pro, Nokta für die Serie The Legend („ideal für die Suche unter Wasser“), und der PulseDive meldet Funde wahlweise per Vibration oder LED. Prüfe im Angebot, ob dein Wunschgerät diese Funktion mitbringt.
Garrett AT Max als Einzelfrequenz-Alternative
Der Garrett AT Max arbeitet mit einer festen Frequenz von 13,6 kHz und ist laut Garrett bis 3 m wasserdicht. Er bietet Iron Audio, einen Bodenabgleich-Bereich und eine Zielanzeige von 0 bis 99. Am trockenen Strand und im Süßwasser ist er eine Option. Im nassen Salzsand gelten dieselben Grenzen wie bei jeder Einzelfrequenz. Mehr zur Leistungsklasse findest du im Vergleich Profi-Metalldetektoren.
Strandpraxis: nass, trocken, Gezeiten und Schaufel
Die ausführliche Anleitung steht im Ratgeber Suchen am Strand. Hier die Praxispunkte, die für die Gerätewahl zählen.
Trockener Sand
Trockener Sand verhält sich wie normaler Boden. Hier arbeiten alle fünf Geräte, auch der X-Terra Pro. Der Strand oberhalb der Wasserlinie ist daher die einfachste Zone und die beste für den Start.
Nasser Sand und Brandung
Der nasse Streifen an der Wasserlinie ist die anspruchsvollste Zone. Nutze den Beach-Modus deines Geräts. Starte mit niedriger Empfindlichkeit und erhöhe sie schrittweise, bis die Schwelle ruhig bleibt. Hohe Diskriminierung blendet im Strand Schmuck und kleine Ziele aus. Halte sie niedrig und grabe lieber ein Signal mehr.
Gezeiten
Die Nordsee hat Ebbe und Flut. An der Ostsee liegen die typischen Wasserstandsänderungen laut Deutschem Wetterdienst bei 10 bis 30 Zentimetern, Wind wirkt stärker als der Mond. Bei Nordost-Wind staut sich das Wasser an der deutschen Ostseeküste und der Wasserstand bleibt höher. Prüfe vorab Tidenkalender oder Wasserstandsvorhersage. Auflaufendes Wasser kann dir den Rückweg abschneiden.
Sandschaufel und Pinpointer
Im Sand fällt jedes Loch sofort zusammen. Eine Sandschaufel mit Sieblöchern (englisch Sand Scoop) hebt Sand samt Fund an und lässt den Sand durchrieseln. Details zu Werkzeugen findest du bei den Spaten und Grabungsmessern. Ein wasserdichter Pinpointer verkürzt die Suche im Sandloch. Der PulseDive übernimmt diese Aufgabe, wenn du ohnehin im Wasser suchst.
Im Wasser
Flachwasser bis zur Hüfte geht mit jedem IP68-Gerät. Tiefer bedeutet Tauchen. Dafür brauchst du eine Tauchausbildung und einen Partner. Das Gerät ist dabei das kleinste Risiko. Wer feine Ziele sucht, findet Anregungen in der Bestenliste Metalldetektoren für Gold. Mehr Leistungsklasse zeigt der Vergleich Profi-Metalldetektoren.
Nach der Suche
Fülle jedes Loch wieder auf, nimm Müll mit und lasse Strandabschnitte so zurück, wie du sie vorgefunden hast. Die Regeln dazu stehen im Sondel-Kodex. Verlorene Wertsachen von Badegästen sind Fundsachen. Nach § 965 BGB gilt eine Anzeigepflicht gegenüber dem Verlierer oder der zuständigen Behörde, bei geringem Wert entfällt sie. Gib Funde im Zweifel beim Fundbüro der Gemeinde ab.
Häufige Fehler und was du nicht brauchst
- IP-Angabe nicht prüfen: „Wasserfest“ und „wasserdicht“ sind keine festen Begriffe. Verlass dich auf IP-Code und Tiefe.
- Funkkopfhörer im Wasser nutzen: Das klappt nicht zuverlässig. Plane Kabel- oder Knochenschall-Kopfhörer ein.
- Salz nicht abspülen: Spüle Spule, Schaft und Anschlüsse nach dem Einsatz mit Süßwasser ab und lass sie trocknen.
- Zu viel Gerät kaufen: Für trockenen Sand und Süßwasser reicht eine Einzelfrequenz. Den Deus II oder Manticore brauchst du für Salzwasser und anspruchsvolle Böden.
- Empfindlichkeit voll aufdrehen: Im nassen Salzsand erzeugt sie Dauerpiepen, nicht mehr Funde.
- Ohne Prüfung losziehen: Erlaubnis, Schutzgebiet und Kampfmittel gehören vor die Gerätewahl.
Recht: Strände sind nicht überall frei zum Sondeln. In Schleswig-Holstein ist die Suche mit einem Metalldetektor nach § 12 Abs. 2 Satz 5 des Denkmalschutzgesetzes grundsätzlich genehmigungspflichtig (Archäologisches Landesamt). Für ausgewiesene Badestrände nennt das Landesamt eine „Strandsuchgenehmigung“ ohne Sachkundenachweis. Sie gilt unabhängig von Rechten Dritter: Eigentümer und Pächter von Strandabschnitten können die Suche untersagen. Unter Wasser genehmigt das Landesamt grundsätzlich nicht. In Naturschutzgebieten und Nationalparks gelten zusätzlich Verbote (§ 23 und § 24 BNatSchG und die jeweilige Verordnung). Frage vor jeder Suche bei Gemeinde oder Kurverwaltung nach. Andere Länder regeln es anders, siehe Rechtslage beim Sondeln. Das ist keine Rechtsberatung.
Warnung Ostsee: Laut Umweltbundesamt lagern in deutscher Nord- und Ostsee ca. 1,6 Millionen Tonnen konventioneller Munition. Bis heute werden Brocken von weißem Phosphor an Strände gespült, die wie Bernstein aussehen, besonders bei Usedom. Weißer Phosphor entzündet sich laut UBA bei 20 bis 40 °C von selbst. Beachte Warntafeln und lass unbekannte Brocken liegen. Hintergründe zu Bernstein: Bernstein finden an der Ostsee.
Munition oder Kampfmittel gefunden? Nicht anfassen, nicht bewegen, nicht weiter graben. Stelle markieren, Abstand halten und sofort die Polizei unter 110 verständigen – sie informiert den zuständigen Kampfmittelräumdienst.

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Minelab Equinox 900
Ein Gerät für nassen Salzsand, Süßwasser und Land: Multifrequenz, IP68 bis 5 m laut Hersteller.
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Fazit: Welches Gerät passt zu deinem Strand?
Für Strand, See und Land mit einem Gerät nimmst du den Equinox 900. Er trägt Multifrequenz, Strandmodus und IP68 bis 5 m. Wer günstiger starten will und vor allem auf trockenem Sand und im Süßwasser sucht, nimmt den X-Terra Pro. Wer im Salzwasser viel Zeit verbringt oder tauchen will, plant Deus II oder Manticore ein. Für Tauchgänge und verlorene Gegenstände im Wasser ist der PulseDive das spezialisierte Werkzeug, sofern du ihn noch bekommst.
Hole vor der ersten Suche die Erlaubnis ein, meide Schutzgebiete und fasse nie Munition an. Dann macht der Strand Spaß.
VergleichProfi-Metalldetektoren im VergleichProfi-Metalldetektoren im Vergleich: Deus II, Manticore, Equinox 900, Legend und AT Max, dazu Multifrequenz erklärt und eine ehrliche Tiefen-Einordnung.Weiterlesen
VergleichMetalldetektor für Gold: Was wirklich funktioniertSchmuckgold oder Naturgold? Was ein Metalldetektor in Deutschland realistisch findet, welche Technik für Gold zählt und wie Equinox 900, Simplex Ultra, AT Gold und Manticore abschneiden.Weiterlesen
VergleichDie besten Pinpointer im VergleichSechs Pinpointer im Vergleich: Garrett Pro-Pointer AT, XP MI-6, Minelab Pro-Find 40, Nokta Pointer und zwei Budget-Modelle nach Wasserdichtigkeit, Strom, Alarm und Funk.Weiterlesen * Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Werbehinweis
Häufige Fragen
Welcher Metalldetektor ist wasserdicht und für Salzwasser geeignet?
Für Salzwasser eignen sich Multifrequenz-Geräte wie der Minelab Equinox 900, der Minelab Manticore oder der XP Deus II. Sie sind IP68-wasserdicht und gleichen den Salzboden besser aus als Einzelfrequenz-Geräte. Für Tauchgänge ist Pulsinduktion üblich, etwa im Nokta Makro PulseDive.
Wie tief darf ein Metalldetektor unter Wasser?
Das legt der Hersteller fest. Minelab nennt für Equinox 900, Manticore und X-Terra Pro 5 m, Garrett für den AT Max 3 m, XP für die Deus-II-Spule 20 m und Nokta für den PulseDive 60 m. Zubehör wie Funkkopfhörer hat oft eine andere Grenze.
Was bedeutet IP68 bei einem Metalldetektor?
IP68 steht für Staubdichte und dauerhaftes Untertauchen. Wie tief, bestimmt der Hersteller. Bei IP67 gilt Schutz bis 30 Minuten und einem Meter Tiefe. Achte darauf, ob das ganze Gerät oder nur die Suchspule die Angabe trägt.
Darf man am Strand sondeln?
Das hängt vom Bundesland und vom Strand ab. In Schleswig-Holstein ist die Suche mit Metalldetektor nach § 12 Abs. 2 Satz 5 DSchG grundsätzlich genehmigungspflichtig, für ausgewiesene Badestrände gibt es eine Strandsuchgenehmigung. Eigentümer und Pächter können die Suche zusätzlich untersagen. Frage bei Gemeinde oder Kurverwaltung nach. Das ist keine Rechtsberatung.
Kann ich an der Ostsee mit dem Metalldetektor sondeln?
Nur mit Erlaubnis nach dem jeweiligen Landesrecht und ohne Schutzgebiete zu verletzen. Die Ostsee hat zudem Munitionsaltlasten. Das Umweltbundesamt nennt ca. 1,6 Millionen Tonnen in Nord- und Ostsee. Fasse Metallobjekte mit Verdacht auf Munition nicht an und informiere die Polizei.
Findet ein Metalldetektor Bernstein oder Phosphor?
Nein. Bernstein ist harzartig, kein Metall, und weißer Phosphor ebenso wenig. Ein Metalldetektor meldet beides nicht. Phosphor ist trotzdem gefährlich: Laut Umweltbundesamt sieht er wie Bernstein aus und entzündet sich bei 20 bis 40 °C selbst.
Quellen
- Minelab X-Terra Pro (Herstellerseite) (Abrufdatum 20.10.2026)
- Minelab Equinox 900 (Herstellerseite) (Abrufdatum 20.10.2026)
- Minelab Manticore (Herstellerseite) (Abrufdatum 20.10.2026)
- XP Deus II (Herstellerseite) (Abrufdatum 20.10.2026)
- Nokta PulseDive Pointer (Herstellerseite) (Abrufdatum 20.10.2026)
- Nokta PulseDive Pointer Prospekt (PDF) (Abrufdatum 20.10.2026)
- Garrett AT Max (Herstellerseite) (Abrufdatum 20.10.2026)
- RS Components: Schutzklassen-Leitfaden (Abrufdatum 20.10.2026)
- Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein: Detektorinfos (Abrufdatum 20.10.2026)
- Bundesnaturschutzgesetz § 23 Naturschutzgebiete (Abrufdatum 20.10.2026)
- Bundesnaturschutzgesetz § 24 Nationalparke (Abrufdatum 20.10.2026)
- Bürgerliches Gesetzbuch § 965 Anzeigepflicht des Finders (Abrufdatum 20.10.2026)
- Umweltbundesamt: Munition im Meer (Abrufdatum 20.10.2026)
- Deutscher Wetterdienst: Gezeiten an Nord- und Ostsee (Abrufdatum 20.10.2026)




