Definition
Pinpointing bezeichnet das genaue Eingrenzen der Position eines Fundes, bevor du gräbst. Es gelingt mit dem Pinpoint-Modus des Detektors, durch Überfahren des Ziels aus mehreren Richtungen oder mit einem Handgerät, das nur wenige Zentimeter weit reicht.
Die meisten Suchstunden gehen nicht für das Finden drauf, sondern für das Graben. Ein sauber lokalisiertes Ziel spart Zeit und schont die Fläche.
Drei Wege zum Treffer
- Pinpoint-Modus am Detektor: Du drückst eine Taste, hältst die Spule ruhig über das Ziel und senkst sie ab. Der Ton wird lauter, je näher du dem Ziel kommst.
- Kreuzen: Du überfährst die Stelle aus zwei Richtungen im rechten Winkel und markierst den Punkt, an dem sich die stärksten Signale treffen.
- Handgerät: Ein Pinpointer wird unmittelbar vor oder im Loch geführt und meldet den Fund auf wenige Zentimeter genau.
Was in der Praxis hilft
Das Kreuzen ist die Grundlage, weil es mit jeder Spulenform funktioniert. Wichtig ist, die Spule in beiden Richtungen in gleichem Abstand zum Boden zu führen und sie nicht zu kippen. Dann bildet sich eine Art Fadenkreuz. Auf einer Wiese lässt sich dieser Punkt mit dem Finger oder einem Grashalm markieren, bevor du das Rasenstück vorsichtig entnimmst.
Typische Fehler
- Die Spule beim Pinpointen zu hoch halten, sodass das Signal verwaschen wirkt.
- Die Spulenmitte mit dem Rand verwechseln, besonders bei breiten Spulen.
- Zu großes Loch graben, weil die Position unsicher bleibt.
- Den Pinpoint-Modus verwenden, ohne zuvor den Bodenabgleich zu prüfen.
Beispiel Strand und Acker
Im trockenen Strandsand rutscht das Loch nach, sobald du gräbst. Hier lohnt es sich, den Fund mit dem Kreuzen einzugrenzen und die Schaufel zügig zu führen, bevor die Wände einstürzen. Auf einem tonigen Acker hilft dagegen ein Grabungsmesser mit engem Schnitt, weil die Schollen sonst auseinanderbrechen. Je kleiner das Loch, desto leichter lässt sich die Stelle hinterher wieder verschließen. Auch Wurzeln und Grasnarbe danken es dir.
Gerätunterschiede
Einfache Modelle bieten keinen Pinpoint-Modus, dann bleibt nur das Kreuzen. Mittelklasse und Oberklasse haben meist eine Taste, die den Detektor kurzzeitig auf All-Metal schaltet und die Zielanzeige per Ton und Balken präzisiert. Ein Handgerät kostet wenig und verkürzt die Suche im Loch erheblich. Wer die Funde sauber freilegen möchte, braucht außerdem passendes Werkzeug, siehe Spaten und Grabungsmesser. Mehr zum Modus selbst steht im Eintrag zum All-Metal-Modus.
In der Praxis: Wie sich das bei der Gerätewahl auswirkt, erklären wir hier: Pinpointer für genaue Ortung.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Wie ortet man einen Fund genau?
Überfahre die Stelle aus zwei Richtungen im rechten Winkel, markiere den Schnittpunkt und nutze danach den Pinpoint-Modus oder ein Handgerät für die letzten Zentimeter.
Brauche ich einen Pinpointer, wenn mein Detektor einen Pinpoint-Modus hat?
Nicht zwingend. Ein Handgerät beschleunigt aber das Graben, weil es direkt im Loch die Position bestätigt und das Loch klein hält.
Warum finde ich das Ziel im Loch nicht wieder?
Meist wurde die Position zu ungenau markiert oder das Ziel liegt tiefer. Prüfe die Erde mit der Spule und grabe schrittweise statt in einem großen Loch.
Redaktion Metalldetektor-Guide · Alle Begriffe
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